A Missionary Story / Eine Missionsgeschichte

Hallo, ich bin Martin und ich möchte gerne meine Geschichte teilen. Meine Geschichte über mich und meinen Glauben und meine Geschichte mit den Missionaren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

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Martin steht ganz links

Kurze Info über mich

Seit ich mich zurückerinnern kann, glaube ich an Gott, unseren geliebten, Heiligen Vater und an seinen Sohn Jesus Christus, der sich uns geopfert und all unsere Schuld und unsere Sünden auf sich genommen hat.

Schon immer habe ich zu Gott gesprochen, mal bewusst im Gebet und mal unbewusst im Alltag. Mal aus großer Dankbarkeit und mal aus Frust und mit kritischen Fragen.

Mit der Zeit habe ich allerdings das Bewusstsein verloren, was es überhaupt bedeutet an Gott zu glauben und zu ihm zu sprechen. Bis zu dem Tag, an dem sich alles ändern sollte…

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Die Story

Es war Freitag der 27. August 2021. Ich kam gerade mit dem Zug aus Köln von der Arbeit. Ich war nach dieser Arbeitswoche entkräftet und müde, da ich zuvor im Zug noch geschlafen habe und mein Kopf war leer.

Völlig gedankenlos war ich auf dem Weg vom Bahnhof zum Parkplatz, wo mein Auto stand. Im Augenwinkel nahm ich kurz zwei Personen wahr, die mir entgegenkamen. Ich senkte wieder meinen Blick auf den Boden, als mich die zwei ansprachen. Alles ging auf einmal so schnell… ich empfing ein freundliches: „Hallo“ und sogleich die Frage: „Dürfen wir dir eine Frage stellen? Glaubst Du an etwas?“

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Das ist „unser“ Ort, an dem die Missionare mich angesprochen haben und an dem alles begann!

In meinem gerade noch leeren Kopf fingen plötzlich an, viele Gedanken zu kreisen: „Tue ich so, als hätte ich nichts gehört und gehe einfach weiter?“ oder „Wer ist das, was wollen die von mir?“ oder „Habe ich gerade richtig gehört? Glaubst du an etwas?“… Ehe ich mich versah bemerkte ich, dass ich bereits stehen geblieben bin und die beiden ganz verwundert und fragend ansah. In meinem Kopf herrschte Chaos und ich vermute, das sah man mir auch an.

So langsam sammelten sich alle Gedanken wieder in meinem Kopf und ich fing an, um Worte – vielmehr noch, um eine Antwort auf die Frage zu ringen: „Ehm… ja, also ich denke schon. Ich glaube an etwas… ehm…“ So stammelte ich vor mich hin und die beiden konkretisierten ihre Frage noch einmal: „Glaubst Du an Gott?“ und ich antwortete nach kurzem Nachdenken: „Ja, ich denke schon… Also ja, das tue ich!“

Und so kamen wir ins Gespräch und ich stellte einige Fragen, wer sie genau sind, was sie tun und woher sie kommen. Ich war völlig ahnungslos, da ich bis zu diesem Moment noch nie etwas von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gehört hatte. Sie beantworteten meine Fragen, die ich spontan gestellt hatte und erklärten mir einiges über diese Kirche. Sie sagten auch, dass sie an die Bibel glauben aber auch an das Buch Mormon.

Da kam der typische unwissende deutsche in mir hervor und ich sagte: „Ahh, Mormonen!“ Ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Nicht Mormonen (das ist eher ein Nickname) – Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Ganz einfach.

Die beiden boten mir an, man könne sich gerne mal treffen und weiter darüber reden. Ganz zwanglos und unverbindlich. Sie gaben mir eine Karte mit „Finde Christus“ und einem QR-Code auf der Rückseite. Wir verabschiedeten uns und ich versprach mich zu melden.

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Mein Interesse war geweckt

Nach dieser Begegnung dachte ich sehr viel über das Gespräch nach und als ich endlich zuhause war, suchte ich nach Informationen über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Ich schaute mir zuerst die „Finde Christus-Seite“ an und informierte mich ausführlich über den Glauben, die Grundsätze, die Lebensweise und die heiligen Schriften der Kirche.

Als nächstes suchte ich weiter nach Informationen und stieß auf einen Wikipedia-Bericht über diese Kirche. Sehr viele Informationen prasselten auf mich ein, die ich allerdings mit Vorsicht las, da ich nicht gleich alles glaube, was im Internet steht.

Nachdem ich nun vieles recherchiert und nachgelesen hatte, dachte ich nun eine Weile nach und wie diese ganzen Informationen mit dem Gespräch zuvor mit den Missionaren zusammenpassten.

Mein Interesse war geweckt. Ein ganz starkes Gefühl in mir sagte: „Bleib dran!“ Also erinnerte ich mich an mein Versprechen, mich bei den Missionaren zu melden. Schon verfasste ich eine WhatsApp-Message in der ich schrieb, dass ich mich informiert und vieles interessantes gelesen, aber auch viele Frage habe. Also verabredeten wir uns zu einem Gespräch in der Kirche.

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Das Treffen mit den Missionaren

Ich war etwas aufgeregt, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Aber ich war gut vorbereitet und hatte mir einige Informationen ausgedruckt, interessante Stellen markiert und schließlich mit zu dem Treffen genommen.

Nun saßen wir zusammen an einem Tisch und ich holte die ganzen ausgedruckten Zettel aus meinem Rucksack und breitete sie vor mir auf dem Tisch aus. Die Missionare schienen ein wenig überrascht, dass ich mich so akribisch vorbereitet hatte. Aber so bin ich nun mal, wenn ich mich für etwas interessiere.

Ich denke, das Gespräch dauerte mindestens 1,5 Stunden oder länger. In diesem Gespräch wurde mir vieles erklärt, meine Fragen beantwortet, Missverständnisse und Unklarheiten ausgeräumt und mir ein wirklich gutes Gefühl gegeben.

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Den Geist gespürt

Rückblickend muss ich sagen, dass es eines der besten, wenn nicht sogar DAS beste Gespräch in meinem Leben war. So intensiv. So offen und ehrlich. Voller Respekt gegenüber dem anderen. Verständnisvoll und emotional. Ich glaube während dieses Gesprächs durchlebte ich alle Gefühle, die ein Mensch haben kann. Es war wie eine Achterbahn. Fröhlich, spannend, interessant, emotional… Alles war dabei. Rückblickend kann ich ganz sicher sagen, dass der Heilige Geist mit uns in diesem Raum war. Denn so ein unbeschreibliches Gefühl während des Gesprächs hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur sehr selten in meinem Leben. Bis heute bin ich den Missionaren so dankbar für ihre Kraft, ihre nicht endende Geduld mit all meinen vielen Fragen und natürlich für ihre liebenswerte und verständnisvolle Art, die mir beim Gespräch ein sicheres und geborgenes Gefühl gegeben hat.

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Was seitdem alles geschehen ist

Seither habe ich einen guten Kontakt zu den Missionaren in Wuppertal. Ich habe jetzt schon einige kennengelernt und viele gute Gespräche und Erlebnisse gehabt. Ich habe dadurch viele neue Freundschaften geschlossen, viele neue Menschen kennengelernt. Viele Abendmahlsversammlungen besucht. Andere Gemeindemitglieder kennengelernt. Viele interessante Themen in der Sonntagsschule erfahren. Das Buch Mormon durchgelesen. Die köstliche Perle und Lehre und Bündnisse von einem neuen Freund geschenkt bekommen. Wurde zu unzähligen Familien-Heimabenden eingeladen. Habe dank der Hilfe des Bischofs mein Auto repariert. Habe Weihnachten mit meiner gesamten Familie gemeinsam mit den Missionaren gefeiert. Das Interesse an das Buch Mormon bei meiner Mutter geweckt (die jetzt dank der Missionare ihr eigenes Buch Mormon besitzt und eifrig darin liest). Ich habe sogar den Missionars-Präsidenten und seine Frau persönlich kennengelernt.

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Das Ergebnis

Für das alles bin ich so unendlich dankbar. Es hat ein neues Kapitel in meinem Leben aber auch meine Augen geöffnet: Bewusst an Gott und an Jesus Christus glauben! Das hat mir so viel Gutes und so viele schöne Momente in meinem Leben bereitet.

Und das alles, wegen einer einzigen Frage: „Glaubst Du an etwas?“

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Mein Dank und mein Zeugnis

Diese Geschichte, die mein Leben bewegt, verändert und positiv beeinflusst hat, gilt mit großem Dank allen Missionaren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Insbesondere allen, denen ich persönlich begegnet bin (und noch begegnen werde). Ich bringe hiermit meine Hochachtung und meinen allerhöchsten Respekt allen Missionaren und Ihrer Arbeit entgegen. Das, was sie alle tagtäglich leisten und vollbringen, ist über alle Maße wichtig und gut! Alle Gespräche, die sie führen. Alle Hilfe, die sie so vielen Menschen zuteilwerden lassen. Das ist unbeschreiblich, welch gute Werke sie alle hier (und weltweit) verrichten und wieviel Hoffnung, Liebe und Glaube sie den Menschen geben, denen sie begegnen. Sie haben die Gabe, Menschen wirklich zu helfen und Gutes zu tun. Danke, dass es Euch gibt!

Die Missionarsarbeit auf der ganzen Welt ist ein großes Wunder! Und das sage ich im Namen Jesus Christus, Amen!

Beste Grüße, Euer

Martin

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Ein besonderes Dankeschön

Meinen besonderen Dank an: Die Elders Reed, Hiatt, Day, Stauffer, Nelson, Helmer, Lehmann, Dold, Chipman, Benito u.v.m. sowie Natan und Sàndor und die Wuppertaler Gemeinde!

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