Wie Erkenntnis und Glaube zusammenwachsen: Eine Reise zum tieferen Verständnis
Als ich aufwuchs, war ich fast jeden Sonntag in der Kirche. Meine Familie ist religiös und wir waren immer dabei wenn jemand Hilfe braucht, oder etwas in der Kirche gab. Ich sang immer mit, betete und machte all das, was mir in der Kirche gelehrt wurde. Meine Geschwister und Freunde waren auch dort, aber trotz der guten Umstände meines Lebens in dieser Zeit fehlte mir immer noch Erkenntnis. Ich habe immer eine sehr logistische Denkweise gehabt und die Kirche machte mich sehr skeptisch, als ich ungefähr 16 Jahre alt war. Ich dachte mir, dass wenn ich etwas nicht sehen kann, so existiert es nicht. Ich wollte ein vollkommenes Wissen haben, und weil ich es nicht sofort fand, verlor ich meinen Glauben.
Sofort danach ist das Leben viel schlimmer geworden. Alles schien schief zu laufen. Ich kämpfte gegen Depressionen und hatte keine Richtung in meinem Leben. Irgendwann merkte ich, dass das, was mir fehlt, Gott sei. Ich fing an, wieder zur Kirche zu gehen und las in den Schriften. Ich betete viel in dieser Zeit, um eine Erkenntnis zu kriegen, dass Gott für mich da war. Nach einiger Zeit, bekam ich eine Antwort. Ich habe Gott nicht persönlich gesehen, aber als ich Erkenntnis von den Lehren der Kirche erwarb und sich mein Verständnis zu vertiefen begann, änderte sich mein Leben. In diesem Moment lernte ich, dass Erkenntnis notwendig ist, um Gott nah zu bleiben.

Wie passen Erkenntnis und Glaube zusammen?
Etwas das mir zurück zum Glauben half, steht im Buch Mormon, nämlich Alma 37:6-7, dort steht « Durch Kleines und Einfaches wird Großes zustande gebracht; und kleine Mittel beschämen in vielen Fällen die Weisen… Und Gott, der Herr, wirkt durch kleine Mittel, um seine großen und ewigen Zwecke zuwege zu bringen; und durch sehr kleine Mittel beschämt der Herr die Weisen und bringt die Errettung vieler Seelen zuwege. »
Daher gab ich niemals auf, die kleinen und einfachen Dinge zu tun. Seitdem mache ich es immer noch so. Dies sind die Dinge, die mir Erkenntnis gegeben haben. Erkenntnis heißt nicht, dass ich ein vollkommenes Wissen habe, sondern dass ich durch den Heiligen Geist selbst erfahren habe, dass es stimmt. Von meinen Erfahrungen mit dem Heiligen Geist weiß ich, ohne zu wissen, dass es einen Gott gibt. Nochmal eine Stelle aus dem Buch Mormon, in Moroni 10:5, steht: « Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist. »
Je mehr Erkenntnis wir kriegen, desto freudevoller wird das Leben. Wenn wir über Gott lernen und forschen, dann wächst unser Glauben, welcher schließlich zu Erkenntnis umgewandelt wird. Wenn wir Gottes Wort studieren und versuchen, es in die Tat umzusetzen, bekommen wir neue Erkenntnis, da wir den Unterschied selbst sehen. Von den Dingen der Welt zu lernen ist auch wesentlich, um den Charakter Gottes besser zu verstehen.

Wenn wir etwas wahrhaftig wissen wollen, müssen wir es studieren. Ich konnte Gott nicht entdecken, bis ich die Schriften studierte, betete und in die Kirche ging. Auf diese Weise habe ich Erkenntnis erlangt, und auf die gleiche Weise kann das jeder andere!