Warum lässt Gott schlimme Dinge zu?

Gerade in Corona-Zeiten, fragen wir uns vielleicht, wo ist Gott und warum unternimmt er nichts? Wir erleben, dass viele Menschen ihre Jobs verlieren, krank werden (nicht nur an Corona, sondern u.a. auch an psychischen Krankheiten), vereinsamen oder eventuell sterben. Wenn wir noch weiter nachdenken, fallen uns dazu vermutlich noch andere Dinge ein zu diesem Thema.

Wieso lässt Gott zu, dass schlimme Dinge passieren?

Zunächst möchte ich das Wort “Schlimmes” mit mehr Inhalt füllen. Es ist etwas, was jeder für sich anders beschreiben würde, denn unsere Wahrnehmung ist unterschiedlich. Damit wir aber eine gleiche Basis haben, können wir Schlimmes als Schicksalsschläge oder besonders schwierige Hindernisse/Herausforderungen bezeichnen. Beispiele dafür können neben Pandemien u.a folgendes sein: Behinderungen, verschiedene Verluste, Krieg, Diskriminierung, Mobbing, Missbrauch, Verletzungen und noch vieles mehr.

Die Palette an Schlimmen ist folglich ziemlich groß. Manchmal fragen wir uns, wie Gott es zulassen kann, dass uns, unseren Freunden/Bekannten oder auch Fremden Schlimmes widerfährt. Wenn es Gott doch gibt und er gut ist, warum ist es dann nicht die Welt und wie kann er das zulassen?

Es gibt Dinge die passieren auf Grund von Entscheidungen

Es können unsere eigenen sein oder die von anderen. Wieso Entscheidungen getroffen werden, ist nicht unbedingt für jeden nachvollziehbar, aber wir können folgendes festhalten: Wir alle können Entscheidungen treffen und alle Entscheidungen haben Konsequenzen (früher oder später).

Wenn Gott allmächtig ist, könnte er doch verhindern, dass wir uns selbst bzw. anderen schaden, oder nicht? Sicherlich könnte Gott das tun, doch er lässt es trotzdem zu. Gott liebt uns und er möchte, dass wir lernen. Daher hat er uns das Geschenk gemacht, dass wir unsere Entscheidungen frei treffen dürfen. Würde Gott zulassen, dass niemand etwas Schlechtes tut, würde er uns dieses Geschenk wieder nehmen. Irgendwann ist allerdings unser Erdenleben vorbei und wir werden für unsere Taten gerade stehen. Dafür sind unsere Entscheidungen die Basis.

Aber was ist mit Schicksalsschlägen?

Manche Schicksalsschläge oder Hindernisse passieren aber “einfach” und sind unabhängig von Entscheidungen der Menschen z.B. werden Personen plötzlich krank oder sterben, Kinder kommen mit einer Behinderung zur Welt oder eine Naturkatastrophe zerstört Häuser. Das wäre doch etwas, was Gott verhindern könnte ohne in unsere Entscheidungen einzugreifen, oder? Sicherlich könnte er auch das aufhalten, doch möchte er auch hier, dass wir lernen und daran wachsen. Diese Umstände können uns helfen, andere besser zu verstehen und geben uns auch neue Möglichkeiten, auch wenn wir das nicht immer sehen.

In meiner Arbeit als Sozialarbeiterin habe ich bereits verschiedene Schicksalsschläge erlebt. Manche auf Grund von Entscheidungen und andere sind „einfach“ passiert. Also ja, es gibt viele schlimme Dinge in der Welt, doch gibt es auch sehr viel Gutes. Menschen werden inspiriert und finden Lösungen für manche Probleme oder Heilmittel für Krankheiten. Wir bilden Gruppen, um uns gegenseitig Rat zu geben. Es gibt Institutionen und Möglichkeiten, die einen dabei unterstützen können, Schwierigkeiten zu überstehen und auch hier würde uns bei weiterem Nachdenken vermutlich noch sehr viel mehr einfallen.

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Du bist nie allein mit deinen Leiden

Auch wenn wir manchmal  in solchen Situationen sicherlich wünschten, dass jemand eingreifen würde, so habe ich in meinem Leben und vor allem durch meinen Glauben gelernt, dass wir niemals alleine in solchen Situationen sind. Wir haben nicht nur Freunde und Familie, wir haben auch Christus an unserer Seite (selbst wenn wir das manchmal nicht fühlen können).

“Ich will euch nicht verwaist zurücklassen: ich komme zu euch!”

Johannes 14:18

Ich weiß, dass Christus uns kennt und auch unsere Situation. Ihm selbst ist sehr viel Schlimmes passiert. Er wurde u.a bespuckt, beleidigt, geschlagen und letztendlich auch gekreuzigt. Er war ein gutes Beispiel für Ausdauer und Geduld in schwierigen Zeiten. Ihm wäre auch gerne das ein oder andere erspart geblieben, doch er wusste, dass es so sein sollte. Er weiß, wie wir uns fühlen und er wird uns helfen. Egal welche Art vom Schlechten uns widerfährt, Gott liebt uns und lässt uns in schwierigen Zeiten nicht alleine. Er kann uns die Kraft geben, die wir brauchen, um durchzuhalten. 

Letztendlich ist es so: Schlimme Dinge passieren und wir verstehen nicht immer genau warum, doch können wir uns sicher sein, dass Gott uns liebt. Manchmal lässt er uns ein wenig in schlimmen Situationen oder zeigt uns Wege und Möglichkeiten, um daraus zu kommen. Er weiß, was wir brauchen und wird für uns da sein. Gott kann uns auch helfen, Gute Dinge zu sehen, während wir uns in persönlich schlimmen Situationen befinden. Das macht schlimme Situationen nicht unbedingt leichter, aber es wird uns helfen, diese zu überstehen.

Angelika, Duisburg

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