Warum lässt Gott soviel Leid zu?

”Adam fiel, damit Menschen sein können, und Menschen sind, damit sie Freude haben können.” (Buch Mormon, 2 Nephi 2:25) Also, warum lässt Gott soviel Leid zu?

Hi, ich bin Joline aus Köln und bin seit knapp einem Jahr Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage. Die ewige Perspektive, die das Evangelium Jesu Christi mir gebracht hat, hat mein Leben verändert. Es ist nicht alles perfekt und das Leben ist nicht leicht, aber das ist okay, denn dafür sind wir hier. 

Warum lässt Gott soviel Leid zu?

Hier im Industrieland Deutschland können wir uns ein gemütliches Leben aufbauen. Familie und Freunde um uns herum, irgendeinen Job, Pizzalieferdienst, Fast Food an jeder Ecke, gelegentlich Trips zur Bar um die Ecke oder ein Filmabend mit Chips und Popcorn. Toll, oder? Aber was, wenn eine Pandemie unser Leben erschüttert? Wenn wir Geliebte an einem Virus verlieren, das wir nicht einmal verstehen? Was, wenn wir über unseren Tellerrand hinausblicken und Kinder hungern und dursten sehen? Was, wenn wir unseren Job verlieren, in Existenzangst leben und nicht wissen, was uns morgen erwartet? Ein Leben in Angst und Ungewissheit. 

Ein Mann fragt sich selbst: "Warum lässt Gott soviel leid zu?"

Unser Leiden in Lernen verwandeln

Aber was, wenn wir genau das ausnutzen? Wir können lernen, leben, lachen, wachsen, helfen, retten. 

Ja, wir sind, damit wir Freude haben können, aber wie können wir Freude kennen ohne Leid zu kennen? Wir brauchen schließlich etwas, an dem wir wachsen können. Ich glaube, dass wir alle einen wichtigen Zweck im Leben haben. An einem Punkt in unserem Leben wird uns klar werden, wie machtvoll wir doch sind. Wir sind ewige Wesen, auf die Erde geschickt um zu lernen. Dazu gehört, Leid zu erfahren und zu sehen. In unserem Taufbund versprechen wir: “und nun, da ihr den Wunsch habt, in die Herde Gottes zu kommen und sein Volk genannt zu werden, und willens seid, des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei:

“Ja, und willens seid, mit den Trauernden zu trauern, ja, und diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen” (Mosia 18:9)

Dieses Versprechen geben wir nicht grundlos. Gottes Liebe ist überall um uns herum, wir müssen sie nur spüren und zulassen. Er will das Beste für uns, und zwar immer. Er bestraft uns nicht, sondern vergibt und liebt uns. Aber Er will auch, dass wir unser Potenzial ausschöpfen, mit dem er uns ausgestattet hat. Er stutzt uns zurecht, nimmt uns manchmal Segnungen wenn er denkt, wir müssen eine Lektion lernen, und wenn wir uns demütigen und uns ihm wieder zuwenden und umkehren, erhalten wir bessere Segnungen.

09.10

Leid, das wir erfahren, ist zu einem Zweck

Gott entreißt uns keine Geliebten, weil es Ihm Spaß macht, sondern weil er seine Engel im Himmel braucht. Verstorbene sind nicht ewig weg, sondern sie sind dort, wo wir auch wieder hin zurückkehren wollen. Wir sind immer alle vereint in Gott. Eine ewige Familie. Und wir helfen einander, denn das Licht Christi kann alle retten. Wenn unsere Nachbarn leiden, tun wir alles in unserer Macht stehende, um mit ihnen unser Licht zu teilen. Wenn wir selbst leiden, hilft Gott uns wieder aufzustehen, denn das ist unsere Aufgabe, unsere Prüfung und Sein Wille

Ich weiß, dass wir zwar nicht jeden retten können, aber jeder wird gemäß Gottes Willen errettet. Wir tun was wir können und übergeben den Rest mit Vertrauen und Glauben in Gottes Hände. 

Joline, Köln

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