Warum muss ich mich Taufen lassen?

Was ist die Taufe eigentlich?

Ich stehe gerade auf der rechten Seite neben dem Taufbecken. Eine mit Fliesen bedeckte Vertiefung im Boden gefüllt mit warmem Wasser. Ein großer Spiegel darüber, dass auch alle ganz hinten im Raum die Taufe beobachten können. 

Es wurde einmal die Frage gestellt ob der Ort wichtig ist. Getauft werden kann man in jedem sicheren Gewässer, in welchem man auch stehen kann. Geheiligt, o.a. gesegneten werden muss das Wasser nicht, die Handlung aber, muss durch Heilige Priestertums Vollmacht passieren. Also ein von Gott ordinierter Priestertumsträger, führt mit dieser Macht und Vollmacht die Taufe durch. Johannes der Täufer gibt das Paradebeispiel dafür.

john baptizes jesus river jordan

Benjamin, ein Freund, hat mich gebeten zusammen mit meiner Mitarbeiterin Taufzeugin für seine Taufe zu sein, also schaue ich konzentriert auf ihn und seinen Täufer. Das Gebet muss richtig aufgesagt und Benjamin vollständig mit Haaren und Kleidung untergetaucht werden. Beide sind in vollem weiß angezogen: Weiß steht für Reinheit, Ewigkeit, Tod & Leben. Passend also für die Taufe. 

Benjamin hält sich am linken Arm seines Täufers fest, ein guter langjähriger Freund von ihm. 

Dieser hebt nun seine rechte Hand senkrecht nach oben, und spricht das Taufgebet: 

“Benjamin [sein voller Name], Beauftragt von Jesus Christus, taufe ich dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.” 

Er wird im Wasser begraben, also kurz untergetaucht und wieder hochgehoben. 

Es ist erstaunlich für mich, wie innerhalb von 2 Sekunden alles was man je falsch getan hat von einem gelöst und ausgelöscht wird. Ein Mensch der gerade eben noch recht nervös aussah, hat plötzlich das leuchtendste aller Gesichter im Raum.

Als er wieder trocken ist, werden ihm die Hände, von einem von ihm ausgesuchten Priestertumsträgern, sanft auf den Kopf aufgelegt und auf ihn der Heilige Geist mit einem Gebet gesiegelt.

Benjamin ist nun vollständig getauft und konfirmiert.

Die Taufe, ist die erste der Heiligen Zeremonien bei der Bündnisse mit Gott geschlossen werden. 

Er legt also die Bedingungen der Bündnisse mit ihm fest und wir können diese annehmen oder ablehnen. (“Deals mit Gott” gibt es da nicht)

Eine sündenfähige Person empfängt dieses Bündnis würdig, nachdem sie Glauben an Christus übt und vollständig von vergangenen Übertretungen seines Gesetzes und seinen Geboten umgekehrt ist. 

In einer Zeremonie werden Symbole verwendet:

Die Taufe durch untertauchen, stellt den Tod, die Grablegung und die Auferstehung des Erlöser da. 

Ähnlich zeigt es auch unseren Wunsch und Willen unser altes sündhaftes Leben niederzulegen und ein neues zu beginnen. Und zwar als ein Jünger Christi.

Man wird vollkommen von seinen vergangenen Fehlern und Sünden gereinigt und diese werden so weiß wie Schnee und Wolle {Jesaja 1:16-18} .Daher die weiße Kleidung. 

Geboren wird man symbolisch von Neuem und wird so im geistigen Sinne zu Söhnen und Töchtern Christi gemacht.

Was verspreche ich bei meiner Taufe? {Mosia 18:8-11}

  • Immer an ihn zu denken
  • Seine Gebote, die er gegeben hat, zu halten 
  • Ihm zu dienen, indem ich willens bin:

•》Die Last anderer leicht zu machen

•》Mit den Trauernden zu trauern

•》Diejenigen zu trösten die des Trostes bedürfen

  • Allezeit und in allem und überall, wo auch immer ich mich befinde, als Zeuge Gottes aufzutreten, bis zu meinem Tod.

Welche Segnungen verspricht Gott mir, wenn ich diese Bündnisse halte? {Deut. 7:9}

  • Die vollständige und immer bleibende Vergebung, Auslöschung, Heilung & Erlösung meiner eigenen Fehler und Sünden.
  • Ich bekomme den Heiligen Geist bei der Konfirmierung auf mich gesiegelt, der mich dann permanent führen, leiten, warnen, trösten & lieben wird.
  • Ich bekomme ewiges Leben und nicht “nur” die Unsterblichkeit bei der ersten Auferstehung.
  • Er wird seinen Teil der Bündnisse für immer und ewig halten.

Warum muss ich mich Taufen lassen?

  1. Es ist ein Göttliches Gesetz, dass mit Ordnung und Vollmacht vollzogen werden muss. {Matthäus 28:18-19; Hebräer 6:2-3; 3 Nephi 7:24-26; LuB 13}
  1. Es ist für unsere persönliche Errettung notwendig. Keiner kann ohne Christus und die Taufe von seinen Sünden reingemacht werden. {Apostelgeschichte 2:38-39; Alma 7:14}
  1. Niemand kann sonst in der Gegenwart eines vollkommen reinen Gottes verweilen. (Man stelle sich das physikalisch und emotional vor) {Johannes 3:3-5; Moses 6:59}
  1. Christus hat es uns vorgemacht um die Gerechtigkeit zu erfüllen  {Matthäus 3:13-17; 2 Nephi 31:5-12}
  1. Weil du Christus liebst oder ihn lieben möchtest. {Johannes 14:15; LuB 42:29}

Was tue ich nach der Taufe?

Nach der Taufe empfängt man den Heiligen Geist durch Händeauflegen. Warum die sogenannte “Feuertaufe” sogar noch wichtiger ist als die Taufe zur Sündenvergebung selbst, erfahrt ihr (demnächst) hier.

Genau wie vor der eigenen Taufe, willens und bereit sein seine Bündnisse zu ehren und die Versprechen die man gegeben hat (siehe oben) zu halten. 

Zur Erinnerung und Erneuerung der Bündnisse jede Woche dem Gebot zum einnehmen vom “Abendmahl” nachgehen.

Diese heilige Zeremonie wurde von Christus kurz vor seinem Tod eingeführt {Matthäus 26:26-29}. Es soll sein Opfer und vor allem seine Liebe für uns aufzeigen und wir wollen daher immer daran denken.

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Was wenn ich die Bündnisse doch breche?

Schwer erhält man Vergebung, wenn man mit der Einstellung “Ich werde danach einfach umkehren” Sünden und Verbrechen begeht oder sie verharmlost. Christus hat für jede unserer Sünden gelitten, auch für die, von denen wir im vornherein planen “umzukehren”. Sich in dieser Art über die eigenen Bündnisse und, noch schlimmer, über Jesus Christus Sühnopfer lustig zu machen ist nicht verhandelbar.

Doch seine ausreichende Gnade ist für ALLE

Egal ob ungetauft oder bereits richtig getauft! 

Das Brechen der Bündnisse, löschen das Bündnis schlussendlich nicht aus, es ist immer noch vorhanden!

Das Gesetz der Umkehr ist für Getaufte genauso vorhanden UND gültig wie für Ungetaufte. Wenn wir Sünden und Fehler begehen und sie wirklich aufrichtig bereuen, können wir umkehren. Wie das geht? Erfahrt ihr (demnächst) hier.

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“[N]un, ich sage euch, wenn das euer Herzenswunsch ist, was habt ihr dann dagegen, euch im Namen des Herrn taufen zu lassen, zum Zeugnis vor ihm, dass ihr mit ihm den Bund eingegangen seid, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten, damit er seinen Geist reichlicher über euch ausgieße?” ~Mosia 18:10_Das Buch Mormon, ein weiterer Zeuge für Jesus Christus

Anna Macionczyk

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