24/7 – Er ist immer da

Als frischgebackene Mutter ist man 24/7 gefragt und alles dreht sich um Windeln wechseln, Stillen, Spielen, Trösten, Beruhigen, Kuscheln, in den Schlaf wiegen und noch einigem mehr. Plötzlich ist man Lehrer, Arzt, Entertainer, Betreuer etc. in einem. Mutter zu sein ist wahrscheinlich eine der anstrengendsten und zugleich erfüllendsten Aufgaben, die ich je hatte und hat mich schon einiges gelehrt. So zum Beispiel Geduld, wenn mein Baby nachts einfach nicht schlafen wollte. Oder Einfühlungsvermögen, um die Bedürfnisse eines Wesens zu verstehen, das sich noch nicht in Worten ausdrücken kann.

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Sicherlich habe ich aber auch noch vieles zu lernen. Eins steht jedoch fest. Meinen kleinen Sohn liebe ich bedingungslos von ganzem Herzen und ich möchte, dass es ihm super gut geht und es ihm an nichts mangelt. Es gab jedoch schon Tage, an dem es ihm schlecht zu gehen schien, was mich in große Sorge um ihn versetzt hat. Ich hätte an diesen Tagen so gerne alles auf mich genommen, damit er nicht zu leiden hat.

Diese Momente haben mich nachdenklich gestimmt. Und ich habe an Gott denken müssen, der uns geschaffen hat und dessen Geistkinder wir sind. Als unser Himmlischer Vater liebt er uns unermesslich. Er liebt mich, er liebt dich. So sehr! Er ist immer für uns da, auch wenn die meisten von uns sich wahrscheinlich eher selten an ihn wenden. Und das muss ihn so traurig stimmen. 

Als mein sechs Monate alter Sohn eine Woche ganz abwesend war und mich zu ignorieren schien, war ich so traurig und die Freude umso größer, als er mich wieder angelächelt hat. Sicher ist unser Himmlischer Vater auch super traurig, wenn wir nicht mit ihm sprechen. Und wie sehr freut er sich, wenn wir uns an ihn wenden und zu ihm kommen.

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Er hat gesagt „Kommt alle zu mir, die ihr Euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde Euch Ruhe verschaffen“ (Matthäus 11:28). Er lädt uns ein, zu ihm zu kommen und alles, was uns belastet, ihm anzuvertrauen. Im Gegensatz zu mir, die ich meinem Sohn gerne alles Leid abnehmen würde, es aber nicht kann, ist Gott dazu in der Lage. Zumindest kann er unsere Lasten leichter machen.

Er kann uns helfen, dass wir sie besser ertragen und Frieden spüren können. Das ist möglich, weil sein Sohn Jesus Christus buchstäblich alles, was wir jemals gelitten haben und leiden werden, auch gelitten hat. Damit er perfekt weiß, wie wir uns fühlen und uns beistehen und Kraft geben kann. Und er möchte es so gerne. Wir müssen es nur zulassen. Und zu ihm kommen. Wenn wir Christus suchen, werden wir ihn finden! Weil er uns unermesslich liebt und 24/7 darauf wartet, dass wir zu ihm kommen. 

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Er kennt uns und er vergisst uns nicht. Der Herr hat gesagt „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn?“ – ich würde diese Frage mit einem klaren Nein beantworten! Der Herr hat weiter gesagt: „Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht“ (Jesaja 49:15). Er vergisst uns nicht, niemals! Ich wünsche mir, dass ich zusammen mit meinem Mann unserem Sohn helfen kann, diese Wahrheit für sich zu entdecken. 

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Schon jetzt beten wir zusammen mit ihm und singen jeden Abend ein Lied aus dem Gesangbuch und lesen ein paar Verse in den Heiligen Schriften. Dann wird er meistens ganz ruhig und hört aufmerksam zu. Die Worte versteht er vermutlich kaum. Doch ich bin mir gewiss, dass Gottes Liebe jeden zu berühren vermag, unabhängig vom Alter und Bildungsgrad. Dafür bedarf es keiner komplizierten theologischen Ausführungen. Sondern oft einfach nur, dass wir uns zum Beispiel über ein ehrlich gesprochenes Gebet an Gott wenden und innehalten, um seine Liebe wahrnehmen zu können. 

Vielleicht lässt es sich durch folgendes Beispiel veranschaulichen. Ich habe eben mein Sohn beobachtet. Er lag ganz zufrieden auf seinem Bauch und hat sich mit sich selbst beschäftigt. Manchmal hat er kurz „gemeckert“, aber die meiste Zeit war er ganz zufrieden. Irgendwann hat er sich umgeschaut und gesehen, dass ich da war und ihn beobachtet und angelächelt habe. Sofort hat er angefangen zu strahlen und zu lachen. Ich denke, so ist es auch oft mit uns.

Wir gehen durch‘s Leben und sind oft mit uns selbst beschäftigt, mal mehr, mal weniger zufrieden. Unser Himmlischer Vater jedoch beobachtet uns liebevoll die ganze Zeit und fühlt mit uns mit. Aber erst, wenn wir uns bildlich gesprochen nach ihm umschauen, können wir spüren, wie er uns liebt und uns durch unser Leben helfen möchte. Als unser vollkommener Himmlischer Vater kann er dies perfekt. 

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Ich bin bei weitem keine perfekte Mutter und frage mich oft, was ich wie zu tun habe. Dann berate ich mich mit meinem Mann oder frage Bekannte und Google, wodurch ich viele gute Tipps und auch viele verschiedene Meinungen zu hören und lesen bekommt. Wenn ich richtig planlos bin, frage ich auch Gott um Hilfe und bin immer wieder erstaunt, dass er meine Gebete wirklich erhört. In meinem unvollkommenen Versuch, eine vollkommene Mutter zu sein, werde ich mich hoffentlich noch oft an meinen Himmlischen Vater erinnern und mich an ihn wenden, um von ihm zu lernen. Und ich weiß, er wird für mich da sein. 

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Claire Wiborny

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